Merinowolle wird durch das Scheren von Merinoschafen gewonnen, in der Regel einmal pro Jahr. Dabei wird das Wollvlies der Tiere vorsichtig entfernt, ohne sie zu verletzen. Der Zeitpunkt der Schur ist entscheidend und wird so gewählt, dass die Tiere danach ausreichend Zeit haben, ein neues Vlies für die kälteren Monate zu entwickeln.
Nach der Schur wird die Rohwolle zunächst sortiert und gereinigt, da sie natürliche Verunreinigungen wie Fett (Lanolin), Staub oder Pflanzenreste enthält. Anschließend erfolgt die Weiterverarbeitung, bei der die Fasern gewaschen, gekämmt und zu Garn gesponnen werden. Erst danach kann die Wolle zu Textilien wie Kleidung oder Socken verarbeitet werden.
Die Qualität der Merinowolle hängt dabei stark von Faktoren wie Haltung der Tiere, Klima und Erfahrung der Produzenten ab, weshalb ein großer Teil der besonders feinen Merinowolle aus traditionellen Anbauregionen wie Australien stammt.